Von Greta Wonneberger und Sabine Walter

„Hätte ich doch nur…“ – dieser Gedanke geistert uns oft noch tagelang durch den Kopf, nachdem wir eine verbale Attacke im Alltag oder im Berufsleben erfahren haben. Im Moment der Überraschung fehlen uns oft die Gelassenheit für eine gute Reaktion und die richtigen Worte. An unserer Schlagfertigkeit zu arbeiten, bedeutet deshalb an unserer Haltung zu arbeiten. Nur dann können wir bewährte Instrumente einsetzen, um die Situation mit einem guten Gefühl hinter uns zu lassen. 

Schlagfertigkeit bedeutet nicht zuzuschlagen, sondern vielmehr Schläge abzufangen und klug umzuleiten. Wenn wir es schaffen, rhetorisches Geschick besonnen einzusetzen, können konflikthafte Gespräche zu einem spannenden Sport werden.

Es gibt verschiedene Methoden, Schlagfertigkeit zu trainieren. Nachfolgend stellen wir eine Methode vor, die Sie gut im Alltag anwenden können, um Angriffe abzufangen:

Ein Beispiel:  Petra M. wird von ihrem Chef regelmäßig herablassend behandelt. Einer seiner Angriffe: „Das ist mal wieder typisch für Sie – den Kopf immer woanders.“

Was raten wir Petra M.?

  1. Zeit für Mimik:
    Nehmen Sie sich Zeit, das Gesicht des Angreifers interessiert zu mustern. Fragen Sie dann: „An welche Situationen denken Sie da?“
  2. Ausruf nutzen:
    Reagieren Sie zunächst mit einem Ausruf wie: „Hoppla!“ oder „Aha!“. Kommentieren Sie erst dann, zum Beispiel: „Da ist aber jemand aufgeregt.“
  3. Verhalten analysieren:
    Sprechen Sie das Verhalten aus größerer Distanz an: „Sie ärgern sich über diese Sache. Und machen daraus ein ganz grundsätzliches Problem. Das sollten wir klären.“

Wenn Sie Ihre Schlagfertigkeit trainieren möchten, melden Sie sich zu unserem 1,5 Tage Seminar „Nie wieder sprachlos“ an.

Nach diesen eineinhalb Tagen

  • … erkennen Sie Ihre Stärken in Streitgesprächen.
  • … wissen Sie, welche Aussagen Sie besonders auf die Palme bringen und wie Sie diese emotionale Reaktion besser einordnen. 
  • … haben Sie konkrete Werkzeuge, die Ihnen Zeit verschaffen, angemessen zu reagieren.
  • … haben Sie Spaß daran, auch schwierige Gespräche mit Witz und Gelassenheit zu führen.

Da der Juli-Termin bereits ausgebucht ist, führen wir eine Warteliste und bieten bei Bedarf einen weiteren Termin im Herbst an.